Nationale Schwerpunkte

Nationale Schwerpunkte in Deutschland 

Vor dem Hintergrund der europäischen Prioritätensetzung wurden in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Begleitausschuss zwei Schwerpunkte für die Umsetzung der Europäischen Agenda für Erwachsenenbildung ab 2017 festgelegt.

Beide Themen spiegeln sowohl nationale bildungspolitische Prioritäten als auch thematische Schwerpunkte der Europäischen Agenda Erwachsenenbildung sowie der Skills Agenda wider.

  1. Grundbildung
  2. Validierung und Anerkennung von Kompetenzen

Beide Schwerpunkte richten sich an „benachteiligte Zielgruppen“, die hinsichtlich ihrer Beteiligung an Weiterbildung unterrepräsentiert sind und damit im Rahmen der Europäischen Agenda Erwachsenenbildung und der Skills Agenda besonders im Vordergrund stehen.

Schwerpunkt Grundbildung

Diese Priorität wurde mit dem Schwerpunkt Alphabetisierung bereits 2012 als Schwerpunktthema für die nationale Umsetzung der Agenda in Deutschland definiert. Gefordert wird die „Verbesserung von Lese-, Schreib- und Rechenfertigkeiten bei Erwachsenen, die Entwicklung von IKT-Kenntnissen und die Schaffung von Möglichkeiten für Erwachsene, die Grundfertigkeiten und Bildungsformen zu erwerben, die für eine aktive Beteiligung an der Gesellschaft unerlässlich sind."

Die neue europäische Skills Agenda

Die EU-Kommission hat am 1. Juli die neue Europäische Kompetenzagenda für nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit, soziale Gerechtigkeit und Resilienz vorgestellt. Die Agenda betont die Bedeutung von Weiterbildung und lebenslangem Lernen und stellt die Verbesserung bestehender und den Erwerb neuer Kompetenzen in den Mittelpunkt. Mit deutlich gestiegenen Investitionen in Menschen und ihre Kompetenzen soll damit der nachhaltige Aufschwung nach der Coronapandemie unterstützt werden.

In insgesamt 12 Maßnahmen werden vor allem arbeitsplatzrelevante Kompetenzen in den Mittelpunkt gestellt. Mitgliedstaaten, Unternehmen und Sozialpartner sollen partnerschaftlich auf einen grünen und digitalen Wandel hinarbeiten.
Im Rahmen dieser neuen Kompetenzstrategie hat sich die EU-Kommission für die nächsten fünf Jahre ehrgeizige Ziele gesetzt. Sie basieren auf bestehenden Indikatoren, anhand derer der Fortschritt jährlich überwacht werden kann.

 

Zu diesen gehören beispielsweise der Anstieg der Teilnahmequote von Erwachsenen bei Maßnahmen der Fort- und Weiterbildung, insbesondere auch bei gering qualifizierten Erwachsenen sowie der Anstieg der Zahl der Erwachsenen zwischen 16 und 74 Jahren mit zumindest grundlegenden digitalen Kompetenzen.

Die neue Kompetenzagenda umfasst insgesamt 12 Maßnahmen, darunter ebenfalls der neue Europass und eine „Agenda für lebensweltliche Kompetenzen (life skills). Dabei werden junge Menschen und Erwachsene - unabhängig vom Arbeitsmarkt - zu Themen wie Medienkompetenz, Bürgerkompetenzen sowie Finanz-, Umwelt- und Gesundheitskompetenz angesprochen.

Informationsblatt - Europäische Kompetenzagenda: Arbeitsplatzrelevante Kompetenzen (2020) [PDF]

Alle Dokumente im Überblick.

Pressemitteilung der EU-Kommission.

Fragen und Antworten.