EU-Dokumente

EU-Dokumente

Neben der erneuerten europäischen Agenda  für Erwachsenenbildung hat die EU eine Vielzahl weiterer bildungspolitischer Leitdokumente erarbeitet. Diese werden in folgender Übersicht chronologisch vorgestellt.


2016

Rat - Empfehlung für Weiterbildungspfade: Neue Chancen für Erwachsene

Im Mittelpunkt der Empfehlung steht das Ziel, Erwachsenen mit einem geringen Niveau an Fähigkeiten, Kenntnissen und Kompetenzen - wie beispielsweise Personen, die die allgemeine Bildung oder die berufliche Erstausbildung ohne Abschluss der Sekundarstufe II (ISCED 3, Abitur/Matura) oder eine gleichwertige Qualifikation verlassen haben und im Rahmen der Jugendgarantie nicht gefördert werden können - den Zugang zu Weiterbildungspfaden zu eröffnen. Diese Weiterbildungspfade sollen den Erwachsenen entsprechend ihrer persönlichen Bedürfnisse die Möglichkeit bieten, ein Mindestniveau an Lese-, Schreib-, Rechen- und digitalen Kompetenzen sowie ein breiteres Spektrum von Fähigkeiten, Kenntnissen und Kompetenzen zu erwerben, die für den Arbeitsmarkt und eine aktive Beteiligung an der Gesellschaft wichtig sind.

Volltext: Weiterbildungspfade: Neue Chancen für Erwachsene (PDF, 455 KB)



2016

Rat - Empfehlung Europäischer Qualifikationsrahmen (EQR) für lebenslanges Lernen

Der vorliegende Vorschlag stützt sich auf die Ergebnisse der Empfehlung über den EQR aus dem Jahr 2008. Er gewährleistet die Kontinuität der Prozesse, die die beteiligten Länder zur Zuordnung ihrer Qualifikationsrahmen und -niveaus zum EQR eingeleitet haben. Das Kernstück des EQR-Prozesses – die Zuordnung nationaler Qualifikationsrahmen und ihrer Niveaus zum EQR – bleibt erhalten. Mit dem Vorschlag soll der EQR weiterentwickelt und effektiver gestaltet werden, so dass er Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Lernenden das Verständnis nationaler, internationaler und in Drittländern erworbener Qualifikationen erleichtert.

Volltext: Empfehlung Europäischer Qualifikationsrahmen (EQR) (PDF, 379 KB)


2016

Kommission: Neue Europäische Agenda für Kompetenzen

Die neue europäische Agenda für Kompetenzen strebt einen gemeinsamen Ansatz und ein gemeinsames Verständnis der strategischen Bedeutung von Kompetenzen für die Nachhaltigkeit von Arbeitsplätzen, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit an. Die Kompetenzagenda soll bestehende Initiativen stärken und gegebenenfalls straffen, um die Mitgliedstaaten besser bei ihren nationalen Reformen unterstützen zu können und um ein Umdenken sowohl beim Einzelnen als auch auf Organisationsebene zu bewirken. Sie soll für ein gemeines Bekenntnis zu Reformen in den Bereichen führen, in denen das Handeln auf EU-Ebene den größten Mehrwert schafft. Die Agenda gliedert sich in drei große Arbeitsbereiche:
1. Verbesserung der Qualität und Relevanz des Kompetenzerwerbs
2. Verbesserung der Darstellung und der Vergleichbarkeit von Kompetenzen und Qualifikationen
3. Verbesserung der Erfassung von Daten über Kompetenzen und der Informationen als Entscheidungsgrundlage bei der Berufswahl

Volltext: Neue Europäische Agenda für Kompetenzen (PDF, 466 KB)


2015

Kommission: Neue Prioritäten für die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung

Die Mitteilung nennt zunächst die zukünftigen Herausforderungen im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung und leitet daraus die wichtigsten Prioritäten ab.  Darauf basiert eine Straffung der von den vier strategischen ET 2020- Zielen abgeleiteten prioritären Bereiche von 13 auf 6. Die Mitteilung nennt resultierend daraus neben den mittelfristigen Zielvorgaben für die Berufsbildung gemäß den Rigaer Schlussfolgerungen die aktualisierten Prioritäten der erneuerten europäischen Agenda für die Erwachsenenbildung.

Volltext: Neue Proritäten (PDF, 397 KB)


2012

Rat - Empfehlung zur Validierung von nicht-formalem und informellem Lernen

Im Mittelpunkt der Empfehlung steht die Möglichkeit des Einzelnen, einen Nachweis über das außerhalb der formalen Bildung und Berufsbildung Erlernte erbringen zu können. Hierzu zählen auch die Mobilitätserfahrungen. Das Erlernte soll auf diese Weise für die berufliche Laufbahn und die weitere lernerische Entwicklung nutzbar sein. Die Mitgliedsstaaten können bestimmten Bereichen und/oder Sektoren im Rahmen ihrer Validierungsregeln - enstprechend ihrem Bedarf - Vorrang geben.

Volltext: Validierung von nicht-formalem und informellem Lernen (PDF, 740 KB)


2012

Kommission: Neue Denkansätze für die Bildung: bessere sozioökonomische Ergebnisse durch Investitionen in Qualifikationen

Investitionen in die allgemeine und berufliche Bildung zur Verbesserung der Qualifikationen sind für die Steigerung von Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit von entscheidender Bedeutung, denn nur durch qualifizierte Arbeitskräfte kann Europa seine Produktivität weiter steigern. Längerfristig können Qualifikationen die Innovation und das Wachstum vorantreiben, die Produktion auf eine höhere Stufe der Wertschöpfungskette verlagern, die Bündelung höher qualifizierter Arbeitskräfte in der EU anregen und den künftigen Arbeitsmarkt prägen. Europa wird durch das in den letzten zehn Jahren erheblich gestiegene weltweite Angebot an hoch qualifizierten Arbeitskräften auf die Probe gestellt: Die Zeiten, als Europa vor allem mit Ländern im Wettbewerb stand, die nur gering qualifizierte Arbeit zu bieten hatten, sind zu Ende. Überall auf der Welt haben sich die Qualität der Bildung und das Qualifikationsangebot verbessert, und Europa muss hierauf reagieren. In diesem Zusammenhang müssen u.a. Anstrengungen unternommen werden, um die in den meisten Mitgliedstaaten niedrige Beteiligung an der Erwachsenenbildung zu steigern.

Volltext: Neue Denkansätze für die Bildung (PDF, 252 KB)


2011

Rat - Entschließung über eine erneuerte europäische Agenda für die Erwachsenenbildung

Die Ziele bzw. prioritären Bereiche der erneuerten europäischen Agenda Erwachsenenbildung entsprechen den Zielen von "ET 2020". Zusätzlich wurde resultierend aus den Erfahrungen mit dem Aktionsplan Erwachsenenbildung ein 5. Ziel formuliert: die Verbesserung der Wissensbasis über die Erwachsenenbildung und die Evaluation des Erwachsenenbildungssektors. Die erneuerte europäische Agenda Erwachsenenbildung bezieht sich insbesondere auf gering qualifizierte und ältere Arbeitnehmer. Im Gegensatz zum Aktionsplan wird ihre Verbreitung und Umsetzung durch Nationale Koordinierungsstellen begleitet.

Volltext: Erneuerte europäische Agenda für die Erwachsenenbildung (PDF, 750 KB)


2010

Kommission: Eine Agenda für neue Kompetenzen und Beschäftigungsmöglichkeiten: Europas Beitrag zur Vollbeschäftigung 

Die Europäische Union einigte sich auf ein Beschäftigungsziel für Frauen und Männer von 75 % für die Altersgruppe der 20- bis 64-Jährigen bis zum Jahr 2020: eine ehrgeizige Verpflichtung zur Nachhaltigkeit des Sozialmodels und der  Wohlfahrtssysteme Europas sowie zur Nachhaltigkeit des Wirtschaftswachstums und der öffentlichen Finanzen. Hierzu gehören auch umfassende Strategien zu lebenslangem Lernen und ein neuer Ansatz für die Erwachsenenbildung.

Volltext: Eine Agenda für neue Kompetenzen und Beschäftigungsmöglichkeiten (PDF, 120 KB)


2009

Rat - Schlussfolgerungen zu einem strategischen Rahmen für die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung („ET 2020“)

Der strategische Rahmen bezieht sich auf die Verwirklichung bzw. Förderung von
1. Lebenslangem Lernen und Mobilität,
2. Qualität und Effizienz der allgemeinen und beruflichen Bildung,
3. Gerechtigkeit, sozialem Zusammenhalt und aktivem  Bürgersinn und
4. Innovation und Kreativität einschließlich unternehmerischen Denkens. 

Volltext: Strategischer Rahmen für die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung („ET 2020“) (PDF, 764 KB)


2008

Rat - Entschließung lebensumspannende Beratung und lebenslanges Lernen

Diese Entschließung stellt 4 Schwerpunkte in den Mittelpunkt: 

  1. die Förderung der Fähigkeit zur Planung der beruflichen Laufbahn in jedem Lebensabschnitt,
  2. die Erleichterung des Zugangs aller Bürger zu den Beratungsdiensten,
  3. die Entwicklung der Qualitätssicherung der Beratungsdienste und
  4. die Förderung der Zusammenarbeit zwischen nationaler, regionaler und lokaler Ebene.

Volltext: Lebensumspannende Beratung und lebenslanges Lernen (PDF, 116 KB)


2008

Kommission: Neue Kompetenzen für neue Beschäftigungen -Arbeitsmarkt- und Qualifikationserfordernisse antizipieren und miteinander in Einklang bringen

Die Steigerung des Kompetenzniveaus ist für die Zukunft Europas von entscheidender Bedeutung; darüber hinaus müssen, vor allem heutzutage, die Kompetenzen und Arbeitsmarkterfordernisse besser miteinander in Einklang gebracht werden. Die Initiative „Neue Kompetenzen für neue Beschäftigungen“ unterstreicht die Notwendigkeit, die Bildungs- und Berufsbildungspolitik wirksamer zu gestalten und die Arbeitsmärkte mittels Flexicurity-Strategien zu modernisieren. Die Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung müssen neue Kompetenzen vermitteln, um auf die Charakteristika der neuen Arbeitsplätze, deren Schaffung erwartet wird, zu reagieren und die Anpassungs- und Beschäftigungsfähigkeit von bereits erwerbstätigen Erwachsenen zu verbessern.

Volltext: Neue Kompetenzen für neue Beschäftigungen (PDF, 84 KB)


2007

Aktionsplan Erwachsenenbildung - "Zum Lernen ist es nie zu spät"

Das Ziel des Aktionplanes Erwachsenenbildung ist die Umsetzung der Schlüsselbotschaften der Mittelung von 2006 - Erwachsenenbildung: Man lernt nie aus. Aus Sicht der EU-Kommission ist für die Umsetzung die Beteiligung der Mitgliedsstaaten zentral. Im Mittelpunkt des Aktionsplans steht die Stärkung des Sektors Erwachsenenbildung, die Ausweitung des Zugangs zu diesem Sektor sowie die Sicherstellung einer angemessenen Finanzierung.

Volltext: Aktionsplan Erwachsenenbildung - "Zum Lernen ist es nie zu spät" (PDF, 60 KB)


2006

Rat und Parlament - Empfehlungen zu Schlüsselkompetenzen für lebensbegleitendes Lernen

In dieser Empfehlung werden die folgenden 8 Schlüsselkomptenzen für lebensbegleitendes Lernen benannt:
1. Muttersprachliche Kompetenz,
2. Fremdsprachliche Kompetenz,
3. Mathematische Kompetenz und grundlegende naturwissenschaftlich-technische Kompetenz,
4. Computerkompetenz,
5. Lernkompetenz,
6. Soziale Kompetenz und Bürgerkompetenz,
7. Eigeninitiative und unternehmerische Kompetenz und
8. Kulturbewusstsein und kulturelle Ausdrucksfähigkeit. 

Volltext: Schlüsselkompetenzen für lebensbegleitendes Lernen (PDF, 100 KB)


2006

Erwachsenenbildung: Man lernt nie aus

In dieser Mitteilung betont die EU-Kommission die wichtige Rolle der Erwachsenenbildung bei der Bewältigung der Herausforderungen, mit denen Europa konfrontiert ist. Die Mitteilung verdeutlicht, dass sowohl die Gesellschaft als auch die Wirtschaft von einer Ausschöpfung des Potentials der Erwachsenenbildung profitieren. Diese Mitteilung bildet die Grundlage für den Aktionsplan im Jahr 2007.

Volltext: Erwachsenenbildung - Man lernt nie aus (PDF, 384 KB)


2001

Einen europäischen Raum des lebenslangen Lernens schaffen

Diese Mitteilung ist ein Beitrag zum Aufbau eines europäischen Raumes des lebenslangen Lernens. Ziel ist einerseits, die Menschen zu befähigen, frei zwischen Lernumgebungen, Arbeitsstellen, Regionen und Ländern zu wählen, um ihre Kenntnisse und Kompetenzen optimal einzusetzen. Andererseits soll er die Zielvorstellungen von EU und Beitrittsländern nach mehr Wohlstand, Integration, Toleranz und Demokratie verwirklichen helfen. Der Weg dahin wird geebnet durch die Schaffung eines Rahmens für lebenslanges Lernen, in dem Bildung und Berufsbildung zusammengeführt werden mit zentralen Aspekten bestehender Prozesse, Strategien und Pläne in der Jugend-, Beschäftigungs-, Integrations- und Forschungspolitik auf EU-Ebene.

Volltext: Einen europäischen Raum des lebenslangen Lernens schaffen (PDF, 228 KB)


2000

Memorandum über lebenslanges Lernen

Das "Memorandum über lebenslanges Lernen" hebt die Rolle des lebenslangen bzw. lebensbegleitenden Lernens als Grundprinzip hervor, an welchem sich die Gestaltung der Lernkontexte ausrichtet. Das Memorandum unterstreicht außerdem die Notwendigkeit, dass alle in Europa lebenden Menschen die gleiche Chance erhalten, sich durch lebenslanges Lernen an die Anforderungen des sozialen und wirtschaftlichen Wandels anzupassen. Dieses ist die Grundlage, um aktiv an und in Europa zu partizipieren. 

Volltext: Memorandum über Lebenslanges Lernen (PDF, 292 KB)