Stakeholderkonferenz „Bildung im und für das Alter – internationale / europäische Perspektiven”

Am 13.06.2016 fand die Veranstaltung „Bildung im und für das Alter – internationale / europäische Perspektiven” der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung  (NA beim BIBB) in Kooperation mit dem BMFSFJ  statt.
Bildung ist für Menschen im dritten und vierten Lebensalter  eine wichtige Voraussetzung dafür, selbstbestimmt aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und Teil dessen zu sein.
Zum einen zielt Bildung in einem umfassenden Sinn darauf ab, Menschen im dritten und vierten Lebensalter „in einem gegebenen gesellschaftlich-kulturellen Zusammenhang eine autonome Lebensführung in allen Lebensbereichen“ sowie soziale Teilhabe zu ermöglichen. Zum anderen trägt sie zur Erschließung und Förderung von Potenzialen eines aktiven Alters bei. Von besonderer Bedeutung sind insbesondere auch non-formale und informelle Lernkontexte. Bildung beschränkt sich nicht nur auf den Erwerb von Wissen und Qualifikationen, sondern erstreckt sich auch auf Aufgaben und Anforderungen in der Familie, in der Freizeit oder im bürgerschaftlichen Engagement.
Zu Beginn erläuterte die NA beim BIBB die europäische Agenda für Erwachsenenbildung und die Möglichkeiten von Förderungen aus dem EU-Programm ERASMUS + sowie die diesbezüglichen Unterstützungsmöglichkeiten durch die Nationale Agentur. In weiteren Vorträgen wurde die Arbeit des Europäischen Verbands für Erwachsenenbildung (EAEA) sowie eigens für diesen Tag in Bezug auf ältere Menschen ausgewertete Ergebnisse der Studie „Benefits of lifelong learning“ (BeLL  2011-2014) vorgestellt. Weitere Schwerpunkte waren Praxisprojekte, die im Rahmen der europäische Agenda für Erwachsenenbildung gefördert wurden: zwei Maßnahmen mit IKT-Bezug (European Elderly Home Learning Service und i-Treasure / Internet Treasure Hunt Improving the Attractiveness of Learning for Seniors). Sehr interessant waren auch die Berichte zur Bildung für ältere Menschen in England und Israel. Hier ergaben sich große Gemeinsamkeiten mit der deutschen Einschätzung der besonderen Bedeutung des „Lebenslangen Lernens“ für das aktive Altern.