Nationale Schwerpunkte

Schwerpunkte in Deutschland

Angesichts der gesellschaftlichen und beruflichen Transformationsprozesse ist eine Steigerung der Beteiligungsquote an Erwachsenenbildung in Deutschland notwendig, um das übergeordnete Ziel einer inklusiven, sozial gerechten und resilienten Gesellschaft zu erreichen. Das Vorhaben wird unterstützt durch die „Europäischen Säule sozialer Rechte“ und der Forderung nach einer grünen und digitalen Entwicklung im Rahmen der neuen Skills Agenda von 2020. In Abstimmung mit dem nationalen Begleitausschuss wurden zwei Schwerpunktthemen für die Umsetzung der neuen europäischen Agenda für Erwachsenenbildung in Deutschland festgelegt.

Die Schwerpunkte für die Förderperiode 2022-23 sind:

  • Die Implementierung der Ratsempfehlung für „Weiterbildungspfade: Neue Chancen für Erwachsene“: Bewertung von Kompetenzen, Schaffung passender Lernangebote, Validierung und Anerkennung.
  • Die Förderung der „Skills for Life“: Unterstützung von Menschen beim Erwerb von Grundkenntnissen, vor allem bezogen auf lebensweltliche Kompetenzen.

Der prioritäre Bereich der Initiative für Weiterbildungspfade wird in der (Weiter-)Bildungsberatung liegen. Im Bereich der „Skills for Life“ kommen den digitalen Grundkompetenzen, der (Medien)-pädagogischen Grundbildung in Kombination mit der politischen Bildung und der Umweltbildung im Sinne von Bildung für nachhaltige Entwicklung besondere Bedeutung zu. Beide europäische Initiativen richten sich insbesondere an benachteiligte Zielgruppen, die hinsichtlich ihrer Beteiligung an beruflicher Weiterbildung und allgemeiner Erwachsenenbildung unterrepräsentiert sind und damit im Rahmen der neuen Europäischen Agenda und der Skills Agenda besonders im Vordergrund stehen.

 

Die neue europäische Skills Agenda

Die EU-Kommission hat am 1. Juli die neue Europäische Kompetenzagenda für nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit, soziale Gerechtigkeit und Resilienz vorgestellt. Die Agenda betont die Bedeutung von Weiterbildung und lebenslangem Lernen und stellt die Verbesserung bestehender und den Erwerb neuer Kompetenzen in den Mittelpunkt. Mit deutlich gestiegenen Investitionen in Menschen und ihre Kompetenzen soll damit zum einen der nachhaltige Aufschwung nach der Corona Pandemie unterstützt werden. Zum anderen arbeiten Mitgliedstaaten, Unternehmen und Sozialpartner auf einen grünen und digitalen Wandel hin.

Die neue Kompetenzagenda umfasst insgesamt 12 Maßnahmen, darunter ebenfalls der neue Europass und eine „Agenda für lebensweltliche Kompetenzen" (Skills for Life). Zu den Zielen für die nächsten fünf Jahre gehören: Ein Anstieg der Teilnahmequote bei Maßnahmen der Fort- und Weiterbildung und steigende Zahlen Erwachsener mit zumindest grundlegenden digitalen Kompetenzen.

Im Dezember 2021 hat die Kommission die noch ausstehenden Maßnahmen zu individuellen Lernkonten und Microcredentials verabschiedet. Weitere Informationen und die Dokumente dazu finden Sie hier.