Ziele

Ziele der neuen europäischen Agenda für die Erwachsenenbildung

Ziel der Agenda für Erwachsenenbildung ist die Stärkung der Rolle der Erwachsenenbildung in den beteiligten Ländern. Trotz vielfältiger Anstrengungen gilt die Erwachsenenbildung als derzeit schwächstes Glied in den nationalen Systemen lebenslangen Lernens. Bis 2030 ist das übergeordnete Ziel, die Bereitstellung, Förderung und Inanspruchnahme der Lernangebote für alle Menschen zu verbessern.

Auf Ebene der Bürgerinnen und Bürger trägt die Erwachsenenbildung zu Inklusion, sozialer Teilhabe und persönlichen Entwicklung bei:

„Außerdem kann durch die Erwachsenenbildung ein Beitrag zu aktiver Bürgerschaft sowie zum Lernen in Gemeinschaft geleistet werden. Ferner werden die persönliche, soziale und berufliche Entwicklung und Verwirklichung, die Gesundheit und das Wohlergehen entsprechend den aktuellen und künftigen Bedürfnissen, Talenten und Bestrebungen des Einzelnen gefördert.“ (Quelle: 2021/C 504/02)

Damit der Erwachsenenbildungssektor seinen Beitrag zur Verwirklichung der Ziele leisten kann, sind im Sinne der Agenda Erwachsenenbildung Anstrengungen unter anderem in den folgenden Bereichen notwendig:

  • Zusammenarbeit der Akteure auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene;
  • Sensibilisierung für Bildung als lebenslange und ganzheitliche Aufgabe;
  • Unterstützung der beruflichen Bildung durch lebensbegleitende Berufsberatung;
  • Validierung erworbener Kompetenzen um damit eine „zweite Chance“ zu ermöglichen;
  • Professionalisierung und Mobilität des Bildungspersonals;
  • Beseitigung bestehender Barrieren in Bezug auf Mobilität, Zugänglichkeit und geschlechtsspezifischer Ungleichheit;
  • Stärkung der internen und externen Qualitätssicherung.

 

Zentrales Anliegen

Ein zentrales Anliegen der neuen europäischen Agenda für die Erwachsenbildung ist die Erhöhung der Beteiligungsquote an Maßnahmen der Erwachsenenbildung in der Europäischen Union. Konkret wurden folgende Ziele formuliert: Bis 2025 sollen mindestens 47% der 25 bis 64-Jährigen mindestens ein Bildungsangebot in einem Zeitraum von 12 Monaten genutzt haben. Bis 2030 sollen mindestens 60% der Erwachsenen zwischen 25 und 64 Jahren in den letzten 12 Monaten an einer Bildungsmaßnahme teilgenommen haben.